Computerchips mit Selbstzerstörungs-Mechanismus

12. Jänner 2002, 11:18
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US-Forscher entwickelten neue Technik für chemische Analyse, Raketenantriebe und "Kamikaze-Chips"

Laut einem Bericht des deutschen Fachmagazins "Advanced Materials" haben Forscher der Universität Kalifornien in San Diego eine neue Technik entwickelt, die es ermöglichen soll, dass sich Computerchips selbstzerstören, sandkorngroße Maschinen sich wie Raketen fortbewegen und chemische Analysen leichter durchführbar werden.

"Kamikaze-Chips"

Die US-Forscher konnten mit Hilfe des Elements Gadolinium gezielt kleine Explosionen und Stichflammen auf herkömmlichen Computerchips auslösen. Da Silizium und Gadolinium gemeinsam sehr leicht reagieren reicht ein schwacher elektrischer Stromimpuls aus, um die Chips zu zerstören. Die Reaktionsfreudigkeit der beiden Elemente nutzten die Forscher auch aus, umeine Art Raketenantrieb für mikroskopisch kleine Maschinen auszutesten. Auch hier meldeten die Wissenschaftler erste Erfolge.

Chemische Analyse

Ein weiteres Einsatzgebiet dieser neuen Technik soll in chemischen Analyse-Verfahren liegen, etwa um giftige Substanzen aufzuspüren. Die zu untersuchende Substanz müsste auf einem Chips verbrannt werden, aufgrund der Flammenfärbung könnten dann Rückschlüsse auf die Zusammensetzung gezogen werden. Durch die neue Chip-Technologie könnten diese Untersuchungen, die momentan noch aufwendig und teuer sind, schon bald vor Ort und kostengünstiger durchgeführt werden, so die Forscher.(red)

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