Bush nutzt Kongressferien für umstrittene Beamtenernennung

12. Jänner 2002, 09:30
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Demokraten lehnen neuen Lateinamerika-Chef im Außenamt ab

Washington - US-Präsident George W. Bush hat die Weihnachtspause des Kongresses am Freitag genutzt, um einen umstrittenen Beamten ins Außenministerium zu berufen. Der Senat hatte die Bestätigung von Otto Reich als Abteilungsleiter für Lateinamerika bisher verzögert. Die Demokraten im Senat kritisierten Reichs Nominierung wegen dessen Rolle bei der Unterstützung der Contras in Nicaragua während der Regierungszeit von Präsident Ronald Reagan in den 80er Jahren. Reich ist zudem ein ausgesprochener Befürworter des Embargos gegen Kuba.

Wenn der Kongress nicht tagt, kann der Präsident Ernennungen ohne Bestätigung verfügen. Präsidenten machen davon selten Gebrauch, um nicht den Eindruck zu erwecken, sie wollten den Kongress umgehen. Die Ernennung gilt für ein Jahr.(APA/dpa)

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