MAX Architektur

17. Jänner 2002, 17:51
posten

Plattenhersteller lotet Kreativpotenzial von Architekten und Designern aus

Von Ute Woltron
architektur@derstandard.at

Architektur, Design und Formgebung sind Teil unserer Unternehmensphilosophie", sagt Silvio Kirchmair, Chef des auf Produktion und Entwicklung hochwertiger Kunststoffe spezialisierten Unternehmens Isovolta. Vor kurzem hat der administrative Teil des österreichischen Innovationsbetriebs ein neues, in vieler Hinsicht interessantes Bürohaus (geplant von den Architekten Achammer, Tritthart und Partner) in Wiener Neudorf bezogen, in dem nicht von ungefähr auch die Isovolta-Baustoffpalette zur Anwendung kam.

Für Architekten, Designer und Möbelbauer ist vor allem die MAX-Platten-Division ein Thema, und da man unternehmerseits nicht nur in Entwicklung und Produktion investieren, sondern auch das kreative Potenzial des Landes aktiv sondieren will, veranstaltet das Unternehmen in diesem Frühjahr einen Architektur- und Designwettbewerb, der sowohl Studenten als auch diplomierten Meistern der Formgebung offen steht.

Isovolta-Chef Kirchmair: "Nicht zuletzt setzen wir mit dem Wettbewerb eine langjährige Tradition des Unternehmens fort. Bereits in den 70er-Jahren haben wir mehrere Wettbewerbe in den Bereichen Architektur, Innenausbau und Möbeldesign ausgeschrieben. Die Bedeutung, die Architektur für unser Unternehmen und unsere Produkte hat, wollen wir mit dem aktuellen Wettbewerb einmal mehr unterstreichen. Zukunftsweisende Architektur zu unterstützen und ihr die Möglichkeit zu bieten, sich einem breiten Publikum zu präsentieren stand für uns dabei ganz stark im Vordergrund."

Letztere Anliegen der Veröffentlichung guter Entwürfe und Projekte werden vom STANDARD im Rahmen einer Kooperation unterstützt. Im ALBUM werden sechs Wochen lang, parallel zur gewohnten Architekturberichterstattung, die jeweils ersten drei Preisträger der beiden Wettbewerbskategorien in Bild und Text vom Wettbewerbsauslober MAX ausführlich vorgestellt.

Für eine hochkarätige Beurteilung der eingereichten Projekte werden unter anderen der Innsbrucker Architekturprofessor Volker Giencke sowie der Architekt Christoph Achammer sorgen. Ob die irakisch-britische Architekturgröße Zaha Hadid ebenfalls mitstimmen wird, bleibt noch offen und zu hoffen. Alle potenziellen Teilnehmer können die Eckdaten des Wettbewerbs dem nebenstehenden Informationskasten entnehmen. Alle eingereichten Arbeiten werden übrigens nach Einreichschluss virtuell für jedermann zugänglich und unter www.maxontop.com/wettbewerb/galerie abrufbar sein. Nun zu guter Letzt für alle, die sich beteiligen wollen, das von den Auslobern ausformulierte Thema temporary architecture in ausführlicher Länge: "Dauerhaft nur in der Erinnerung. Sie lebt von der Endlichkeit. Wie nirgends sonst ist das Vorübergehende der Grundcharakter der Planungsstrategie. Ausstellungsbauten, Messepavillongestaltungen, Shop- und Ladenbaukonzepte, mobile Büros, provisorische Architektur und vieles andere mehr - ihnen allen gemeinsam ist die konstruktivisch durchdachte und gleichzeitig zeitlich begrenzte Struktur der Architektur."

Wie MAX ich mit?

Als Juroren des MAX-Wettbewerbs zum Thema temporary architecture stehen Christoph M. Achammer und Volker Giencke fest, Zaha Hadid ist angefragt. Die Preisverleihung findet Ende Mai im Rahmen einer Festveranstaltung statt.

Zugelassen sind Architekten sowie Studenten der Fachrichtung Architektur, Design, Innenarchitektur.

Die Bewertung erfolgt in zwei Kategorien: bekannt und etabliert nimmt sich der erfahreneren Architektenschaft an, young and hungry der Studenten. In jeder Kategorie wird der erste Preis mit je 3000 EURO honoriert, der zweite und dritte Preis der Kategorie Studenten erhält jeweils die Studiengebühr für zwei Semester in Österreich. Die drei jeweils topgereihten Arbeiten werden weiters von MAX auf einer Seite im STANDARD ALBUM und bei den Alpbacher Architekturgesprächen vorgestellt.

Die Einreichung der Projekte, die nicht realisiert sein müssen, erfolgt digital im PDF- oder EPS-Format. Gefordert sind weiters Erläuterungsberichte mit Angaben zu Entwurf, Gestaltung, Baustoffen und dergleichen als Word-Dokument.

Die Einreichfrist läuft bis Mittwoch, den 6. März 2002. Kontakt und weitere Informationen gibt es unter freiraum@maxontop.com sowie unter Tel. 07231/33131-465.
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12./13. 1. 2002)

Share if you care.