Waffenschmuggel: Verdächtige verhaftet

12. Jänner 2002, 16:35
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Drei Marineoffiziere werden einvernommen und in U-Haft genommen

Gaza - Die palästinensische Nationalbehörde (PNA) hat am Freitag die Verhaftung von drei Marineoffizieren wegen ihrer Verwicklung in die Waffenschmuggelaffäre des Schiffes "Karine A" angeordnet, hieß es aus offiziellen Quellen in Gaza. Das Schiff, auf dem sich 50 Tonnen Waffen befunden haben, war von Israel im Roten Meer aufgebracht worden.

In einer Erklärung der von der Palästinenser-Behörde ernannten internen Untersuchungskommission hieß es, dass die drei Männer einvernommen und in Untersuchungshaft genommen wurden. Unbekannt war zunächst, ob es sich bei ihnen um Funktionäre der PNA handelte. Die PNA gab die Festnahme bekannt, kurz nachdem sich der amerikanische Außenminister Colin Powell hinter die israelischen Forderungen gestellt hatte, dass Palästinenser-Präsident Yasser Arafat die für den angeblichen Schmuggelplan Verantwortlichen festnehmen solle.

Israel hatte Arafat und die Palästinenser-Behörde beschuldigt, hinter der Schiffslieferung zu stehen, die für die palästinensischen Gebiete bestimmt gewesen sei. Dabei seien die Bestimmungen des Friedensvertrages zwischen Israel und den Palästinensern gebrochen worden. Die Palästinenser wiesen alle Anschuldigungen zurück.

"Das Komitee hat entschieden, alle jene zum Zwecke weiterer Ermittlungen festzunehmen, deren Namen in diesem Fall genannt wurden", heißt es in der Erklärung. "Präsident Yasser Arafat hat diese Entscheidung bestätigt und das Komitee hat die israelische Seite aufgefordert, jene Informationen zu übermitteln, die sie hinsichtlich dieser Sache haben." (APA/Reuters)

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