Venezuela übernimmt Präsidentschaft der Gruppe 77

11. Jänner 2002, 21:14
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Organisation mit 130 Mitgliedsländern kämpft für Rechte wirtschaftlich schlechter gestellter Läner

New York - Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat am Freitag in New York die Präsidentschaft der Gruppe 77 für das Jahr 2002 übernommen. Venezuela löst den Iran an der Spitze der inzwischen 130 Mitgliedsländer starken Organisation ab. Die Gruppe 77, deren Name die Zahl der Gründungsmitglieder in den 60er Jahren reflektiert, kämpft für die Rechte wirtschaftlich schlechter gestellter Länder.

Chavez erklärte in seiner Antrittsrede im Hauptquartier der Vereinten Nationen, ihm liege vor allem daran, neuen Konflikten wie den Terroranschlägen auf die USA am 11. September vorbeugen zu helfen. Seiner Überzeugung nach seien die derzeitigen Konflikte in aller Welt vor allem auf die Kluft zwischen armen und reichen Ländern zurückzuführen. Chavez rief zu internationaler Zusammenarbeit auf, um die Kluft zwischen industrialisierten und sich noch entwickelnden Ländern zu überbrücken.

Chavez unterhält besonders enge Beziehungen zu Kuba. Seinen 75. Geburtstag hatte der kubanische Präsident Fidel Castro im August vergangenen Jahres in Venezuela gefeiert. (APA/dpa)

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