Hepatitisfälle: Fünfter Patient untersucht

11. Jänner 2002, 21:25
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Ergebnis grenzwertig, das bedeutet weitere Tests

Wien - Bei einem weiteren Patienten wird geprüft, ob auch er mit demselben Hepatitis-C-Virus infiziert ist wie jene vier Patienten aus dem Donauspital, für die bereits Gewissheit herrscht. "Das Ergebnis ist grenzwertig", erklärt die Medizinexpertin Susanne Drapik vom Krankenanstaltenverbund (KAV). Weitere Tests sind also notwendig.

Wie berichtet, dürften vier Patienten mit dem Virus während Operationen infiziert worden sein. Zwei von ihnen werden bereits medikamentös behandelt und "haben gute Chancen, geheilt zu werden", berichtet KAV-Direktor Ludwig Kaspar. Eine Person sei ohne Therapie gesundet. Der vierte Infizierte kann derzeit wegen anderer Beschwerden nicht behandelt werden.

In Deutschland wird derzeit gentechnisch untersucht, ob diese vier den gleichen Virustyp in sich tragen. Wenn ja, gäbe das wichtige Hinweise zur Aufklärung der Fälle. Im SMZ-Ost selbst wurde bereits das Personal untersucht. Bei einem Turnusarzt wurde Hepatitis diagnostiziert. Er ist aber seit längerem krank.

Unter jenen Patienten, die mit dem Virus in Kontakt gekommen sein könnten, wurden bei 80 von 124 die Tests bereits abgeschlossen. Weitere Hepatitiserkrankungen, aber von anderem Typus als jener, der im Donauspital bei den vier Patienten aufgetaucht ist, wurden erkannt.

Kaspar berichtet, dass das Rechercheteam erweitert wurde. So werde "Betriebsblindheit" vermieden und diese Maßnahme ermögliche neue Erkenntnisse. (aw, Der Standard, Printausgabe, 12.01.02)

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