Neue Leitschienen

11. Jänner 2002, 21:07
posten

Beton und Stahl statt spröden Alus

Wien - Nach einer Reihe von schweren Unfällen auf Österreichs Autobahnen durch gebrochene Leitschienen will der Straßenerhalter Asfinag österreichweit alle Aluminumleitschienen aus dem Verkehr ziehen. Viele davon sind bereits 25 Jahre alt und weisen Anzeichen von Materialermüdung auf. Alle verbliebenen 1200 Kilometer Aluschienen, das sind etwa 20 Prozent des Gesamtbestands, sollen daher - statt wie ursprünglich bis 2009 geplant - bereits bis Herbst 2004 gegen Stahl- oder Betonleitschienen ausgetauscht werden.

Die Kosten für das Sofortprogramm (rund 120 Millionen Euro/1,7 Milliarden Schilling) trägt die Asfinag selbst. Die Finanzierung erfolgt durch die Aufnahme von Krediten, die über die Einnahmen aus der Autobahnvignette und den Streckenmauten zurückgezahlt werden.

Die Autofahrerclubs begrüßten die Ankündigung der Asfinag. Der ÖAMTC forderte als wirksamen Blend- und Unterfahrschutz doppelte Leitschienen, der ARBÖ verlangte besondere Aufmerksamkeit bei Straßen neben Gewässern. Durch natürliche Alterung werden Aluminiumleitschienen im Lauf der Zeit spröde und stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, so der ARBÖ. Bei einem Anprall können spitze Teile in den Wagen eindringen und zu schweren Verletzungen der Insassen führen. (chr, Der Standard, Printausgabe, 12.01.02)

Share if you care.