Kodak Österreich darf Bilderland übernehmen

11. Jänner 2002, 17:32
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Arbeiterkammer zog Einspruch zurück

Wien - Kodak Österreich wird voraussichtlich grünes Licht für die Bilderland-Übernahme erhalten, schreibt das "WirtschaftsBlatt" in seiner (morgigen) Samstagausgabe. "Nachdem die Arbeiterkammer, die die Übernahme im Oktober beeinsprucht hatte, ihre Einwände kürzlich wieder zurückgezogen hat, steht einer Zustimmung nichts mehr im Wege", bestätigt Richterin Regine Jesionek vom Kartellgericht der Zeitung. Die entsprechende Mitteilung werde in den nächsten Tage an Kodak ergehen, heißt es weiter.

Handelsketten bestimmen Nachfrage

Kodak International hatte der belgischen Spector Gruppe im Herbst elf europäische Großlabors abgekauft - darunter auch die Nummer 3 im heimischen Markt, Bilderland, mit Sitz in Graz und rund 160 Mitarbeitern. Die AK ist laut "WirtschaftsBlatt" zu dem Schluss gekommen, dass die Marktnachfrage sowieso von den Handelsketten bestimmt werde und daher auch ein 45-prozentiger Marktanteil eines Labors nicht ausschlaggebend sei.

Hohe Investitionen

Bei Kodak Österreich sei man schon vorsichtig optimistisch gewesen, da in den vergangenen Tagen ähnliche Verfahren in Deutschland und Frankreich positiv entschieden worden seien. Geschäftsführer Christian Wimmer solle die Integration des Ex-Mitbewerbers Bilderland managen. Gemeinsam könnten die hohen Investitionen für digitale Großlabortechnik besser bewältigt werden, wird er zitiert. (APA)

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