Gentechnisch veränderte Saatflächen haben weltweit zugenommen

13. Jänner 2002, 14:00
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Sojabohnen waren die Spitzenreiter

Washington - Im Jahr 2001 haben die genmanipulierten Saatflächen weltweit erstmals die 50 Mio.-Hektar-Grenze überschritten. Insgesamt sind die GM-Flächen gegenüber dem Vorjahr um 8,4 Mio. Hektar gestiegen. Damit haben sich diese Anbaugebiete seit 1999 beinahe verdoppelt, gegenüber 2000 wurde ein 19-prozentiger Zuwachs verzeichnet. Dafür sind laut einem aktuellen Bericht des International Service for the Acquisition of Agri-Biotech Applications (ISAAA) großteils die USA und Argentinien verantwortlich.

"Im Jahr 2000 wurde noch darüber spekuliert, ob 2001 die mit biotechnologischen Saaten bebauten Flächen nicht eher rückläufig als steigend sind", erklärte der Geschäftsführer der ISAAA. Für 2002 rechnet James mit einer weiteren zehn-prozentigen Steigerung der Biotech-Flächen. Sind zwar für die Zunahme der gentechnisch veränderten Saatflächen im Jahr 2001 zu 90 Prozent Argentinien und die USA verantwortlich, ist dem Bericht zufolge aber auch China auf den Gensaat-Zug aufgesprungen. Im Vorjahr verdreifachte sich die Anbaufläche von gentechnisch veränderter Baumwolle auf 1,5 Mio. Hektar.

Am häufigsten wurden genmanipulierte Sojabohnen angebaut. Sie stellten 2001 63 Prozent der GM-Saaten, gefolgt von GM-Weizen mit 19 Prozent und transgener Baumwolle mit 13 Prozent. Die meisten Biotech-Saaten enthalten Bakteriengene, um die Pflanzen gegenüber Herbiziden resistent zu machen.

Auch die Zahl der Landwirte, die von GM-Saaten profitieren, ist gestiegen. Sie erhöhte sich im Jahr 2001 auf 5,5 Mio. Mehr als drei Viertel der Landwirte pflanzten Bt-Baumwolle, vorwiegend verwendet in China und Südafrika. Experten schätzen dass Bt-Baumwolle noch heuer in Indien für den kommerziellen Anbau genehmigt wird. Kritiker sehen dem steigenden Anbau skeptisch gegenüber, da man über die gesundheitlichen Auswirkungen noch zu wenig wisse und auch die Bedenken der Bevölkerung übergangen werden. (pte)

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ISAAA
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