Kompetenzzentrum für Kunststofftechnik genehmigt

14. Jänner 2002, 09:30
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"Immense Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit" wird erwartet

Graz - Das neu genehmigte Kompetenzzentrum für Kunststofftechnik in Leoben werde sowohl den Forschungsinstitutionen als auch den rund 40 beteiligten klein- und mittelständischen Unternehmen im internationalen Wettbewerb stärken, betonte Reinhold Lang, "Motor" des Leobener Projektes und Vorstand des Institutes für Werkstoffkunde und -prüfung der Kunststoffe der Montanuni am Freitag. Wie dieser Tage bekannt wurde, fördert der Bund das "Polymer Competence Center (PCC)" mit fünf Mill. Euro (68,8 Mill. S). Die tragende Rolle beim PCC übernimmt die Montanuniversität, Außenstellen werden in Graz und Linz eingerichtet.

"Für die Montanuniversität Leoben, aber besonders auch für die Region Obersteiermark wird das Kunststofftechnik-Kompetenzzentrum eine immense Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit bringen", zeigte sich Reinhold Lang in seiner Aussendung überzeugt. Das neue Kompetenzzentrum wird 14 Forschungsinstitute der Montanuniversität, der TU Graz, der Uni Linz, der Joanneum Research und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften vernetzen. Es hat sich zum Ziel gesetzt, eigenschaftsoptimierte Kunststoffe, Funktionswerkstoffe für technische Anwendungen sowie neue Bauteile und Werkzeuge zu entwickeln. Lang rechnet mit "35 bis 45 Arbeitsstellen von hoher wissenschaftlich-technischer Qualifikation, die bevorzugt auch für Diplomarbeiten und Dissertationen auf dem Gebiet der Kunststofftechnik und Polymerwissenschaften vergeben werden".

Primäres Ziel des PCC ist laut Lang die Verkürzung von Produktionswegen und die Erhöhung der Funktionalität und Lebensdauer verschiedener Kunststoff-Produkte. In diesem Zusammenhang will man speziell für die Mikrotechnik, Elektronik und Informationstechnologie verbesserte Möglichkeiten für die Herstellung und Anwendung von Kunststoffen entwickeln. Dies käme, so Lang, letztlich "vor allem klein- und mittelständischen Unternehmen bei der Lösung kunststofftechnischer Probleme" zugute. Als übergeordnetes Ziel will man aber auch einen Beitrag zum Schutz der Umwelt im Sinne einer "nachhaltigen zukunftsfähigen Entwicklung" leisten.

Das geplante Budget wird jährlich zwischen drei und vier Mill. Euro (41,3 Mill. S bis 55,0 Mill. S) betragen. Vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie wird das PCC über die anberaumten vier Jahre insgesamt fünf Mill. Euro (68,8 Mill. S) für vier Jahre bekommen. Die Länder Steiermark und Oberösterreich sowie die Partner-Unternehmen werden für den Restbetrag aufkommen. (APA)

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