Neue Hoffnung bei Multipler Sklerose

11. Jänner 2002, 16:05
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Antibiotikum wird getestet

Gräfelfing - Ein Antibiotikum weckt neue Hoffnungen im Kampf gegen die Multiple Sklerose. Wie die "Ärztliche Praxis" berichtet, testeten Wissenschafter das Medikament Minocyclin an Ratten, die an so genannter autoimmuner Enzephalomyelitis litten. Bei den Tieren, die mit dem Antibiotikum behandelt worden seien, habe sich die Krankheitsaktivität erheblich verbessert.

Noch in diesem Jahr sollen klinische Versuche an MS-Patienten starten. Beteiligt an den Forschungen ist unter anderem das Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried.

Bei Multipler Sklerose greifen körpereigene Abwehrkräfte die Umhüllung der Nerven im Gehirn und Rückenmark an und lösen Entzündungen aus. Meist in Schüben kommt es zu Bewegungsstörungen, Lähmungen, Sehschwächen und Depressionen. Eine Heilung der chronischen Krankheit gibt es bis jetzt noch nicht, wohl aber Medikamente, die den Verlauf verzögern und die Beschwerden mildern. (APA/AP)

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