Grüne Kritik an FP-Gesundheitspolitik

11. Jänner 2002, 14:55
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Grünewald: Einnahmenseitige Maßnahmen langfristig nicht zu vermeiden

Wien - Für den Grünen Gesundheitssprecher Kurt Grünewald gleicht die Bilanz nach zwei Jahren "freiheitlicher Gesundheitspolitik" einer "einzigen Selbstbeweihräucherung". Dass trotz der Kostensteigerungen nicht über eine Erhöhung der Einnahmen diskutiert werden dürfe, sei ein "einfach zu durchschauendes Täuschungsmanöver". Mit Rationalisierungen werde man nämlich nur kurzfristig auskommen, langfristig seien einnahmenseitige Maßnahmen nicht zu vermeiden, so Grünewald in einer Aussendung.

ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat warf Grünewald am Freitag "Realitätsverweigerung" vor. Rauch-Kallat hatte den Vorwurf, die sozial Schwachen zu belasten, zuvor zurückgewiesen. Grünewald: "Offenbar scheinen Ambulanzgebühren, Erhöhungen der Rezeptgebühr und verfassungsrechtlich fragwürdiges Abkassieren bei stationären PatientInnen für Behandlungsschäden die Speicherfähigkeit des Kurzzeitgedächnisses der Regierenden zu übersteigen." (APA)

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