EVN stellt Weichen für österreichische Stromversorger

11. Jänner 2002, 14:39
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EVN-Teilbetriebs Strom- und Gasvertrieb wird in EVN Energievertrieb GmbH & Co KG integriert

EVN töchtert Strom- und Gasvertrieb für EnergieAllianz aus HV stellt Weichen für umfassende Branchen-Partnerschaft - Gruber: Neustrukturierung unter österreichischen Vorzeichen - 0,70 Euro Dividende je Aktie für das Vorjahr beschlossen

Wien - Bei der Hauptversammlung haben die Aktionäre des börsenotierten niederösterreichischen Energieversorgers EVN AG, Maria Enzersdorf, am Freitag eine wichtige Weichenstellung für die EnergieAllianz von EVN, Wien Energie, Bewag/Begas und Linz AG sowie voraussichtlich auch der Energie AG Oberösterreich (EAG) vorgenommen.

Die EVN-Eigentümer gaben grünes Licht für die Einbringung des EVN-Teilbetriebs Strom- und Gasvertrieb in die 100-Prozent-Tochter EVN Energievertrieb GmbH & Co KG. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für die Realisierung der EnergieAllianz Austria GmbH als gemeinsame Vertriebsgesellschaft der EnergieAllianz-Partner.

Bekenntnis zur Neustrukturierung

EVN-Generaldirektor Rudolf Gruber betonte am Freitag in der Aktionärsversammlung in Maria Enzersdorf bei Wien, mit diesem Schritt bekenne sich der niederösterreichische Energieversorger zu einer Neustrukturierung der heimischen Strom- und Gaswirtschaft unter österreichischen Vorzeichen. EVN werde künftig gemeinsam mit den EnergieAllianz-Partnern im inländischen Endkundenmarkt agieren.

Die EnergieAllianz selbst hatte für den Zusammenschluss der Strom- und Gasaktivitäten (mit Ausnahme von Netzbetrieb und Erzeugung) schon im November grünes Licht vom Kartellgericht und von dem für Energie zuständigen Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) bekommen. Der Beitritt der EAG bedarf noch der kartellrechtlichen Zustimmung, der Verbleib der Bewag in der Allianz ist derzeit noch offen.

In der EVN-HV wurde am Freitag zudem der Dividendenbeschluss für das abgelaufene Geschäftsjahr 2000/01 (1. Oktober bis 30. September) gefasst. Demnach erhalten die EVN-Aktionäre diesmal 70 Euro-Cent je Aktie. Für 1999/00 waren 10 Schilling (0,7267 Euro) gezahlt worden. (APA)

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