Israel friert Kontakte zu Palästinenserführern weitgehend ein

10. Jänner 2002, 23:12
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Waffenschmuggelaffäre als Anlass

Jerusalem - Israel hat israelischen Regierungskreisen zufolge die meisten Kontakte zu Palästinenserführern eingefroren, bis Verhaftungen wegen eines beschlagnahmten Schiffs mit Waffen vorgenommen worden sind. Israels Ministerpräsident Ariel Sharon habe dies Anhängern seiner Partei am Abend nahe Tel Aviv gesagt, hieß es am Donnerstag aus den Kreisen. Kontakte zu Sicherheitskräften würden jedoch weiter aufrechterhalten. Israel hatte am 4. Dezember die Palästinenser-Regierung als eine Unterstützerin des Terrorismus bezeichnet und Kontakte zu Palästinensern-Präsident Yasser Arafat abgebrochen.

Vergangene Woche hatte Israel im Roten Meer ein Schiff aufgebracht, auf dem 50 Tonnen Waffen und Sprengstoff gefunden wurden. Die Ladung soll aus dem Iran stammen und für den Gaza-Streifen bestimmt gewesen sein. Israel hat Palästinenserpräsident Arafat vorgeworfen, in die Lieferung verwickelt zu sein. Die Palästinenser-Regierung hat dies zurückgewiesen. (APA/Reuters)

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