Afghanische Flüchtlinge sollen den Iran ab Ende März verlassen

10. Jänner 2002, 16:14
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Vereinbarung zwischen Teheran und UNHCR

Teheran - Afghanische Flüchtlinge im Iran sollen ab März in ihre Heimat zurückkehren. Gemeinsam mit dem Flüchtlings-Hochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) wolle der Iran nach dem Ende des Bürgerkriegs mit der Rückführung der 2,3 Millionen afghanischen Flüchtlinge beginnen, sagte der Leiter der Einwanderungsbehörde, Hossein-Ali Ebrahimi, am Donnerstag der offiziellen iranischen Nachrichtenagentur IRNA. Allerdings solle damit nicht vor dem Ende des Winters begonnen werden.

Als Datum sei der 21. März vorgesehen, sagte Ebrahimi. Wiederholt hatten sich iranische Behörden über die mit der Aufnahme der Flüchtlinge entstandenen Probleme wie Drogenhandel, Arbeitslosigkeit und Kriminalität beschwert. Nicht zuletzt deshalb wünscht sich der Iran eine baldige Rückkehr der Afghanen in ihre Heimat. Die Mehrheit der afghanischen Flüchtlinge will allerdings so lange im Iran bleiben, bis sich die Lage unter der Übergangsregierung von Hamid Karsai stabilisiert hat. Außerdem müssten dauerhafter Frieden sowie vernünftige Lebensbedingungen gewährleistet werden. (APA/dpa)

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