Umdenken bei US-Autos

11. Jänner 2002, 20:55
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Statt benzinsparenden traditionellen Autos soll die Entwicklung von Wagen mit Brennstoffzellen forciert werden

Washington - Die US-Regierung hat ein Milliardenprogramm zur Entwicklung benzinsparender traditioneller Autos aufgegeben und setzt stattdessen auf die Entwicklung von Wagen mit Brennstoffzellen. Das gab Energieminister Spencer Abraham am Mittwoch auf der Detroiter Automesse bekannt.

Mit ihrem neuen Programm "Freedom CAR" wolle die Regierung die Hersteller darin unterstützen, Wasserstoff als primäre Energiequelle für Autos zu entwickeln, sagte Abraham. In Zukunft würden Autos und Lastwagen energiesparender, schadstofffrei und wettbewerbsfähig sein. Zugleich könnten die USA ihre Abhängigkeit von Ölimporten mindern.

Nur nicht sparen?

Kritiker bemängelten, damit entbinde die Regierung die Autohersteller von ihrer Verantwortung, in naher Zukunft eine energiesparende Fahrzeugflotte bereitzustellen. Wagen mit Brennstoffzellen dürften nach Einschätzung von Experten erst in 10 bis 20 Jahren auf den Markt kommen.

Das nun gestrichene acht Jahre alte Förderprogramm war bei den großen Autokonzernen unbeliebt gewesen. Trotz einer Förderung von 1,5 Milliarden Dollar (1,68 Mrd Euro) war keiner der Autokonzerne dem Ziel eines Drei-Liter-Autos nahe gekommen.

Statt aus Erdöl, Kohle oder Gas gewinnt die Brennstoffzelle Strom und Wärme aus der Verbrennung von Wasserstoff, im Idealfall völlig schadstofffrei. (APA/dpa)

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