Beschäftigte der Sozialversicherung drohen mit Arbeitskampf

10. Jänner 2002, 14:53
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Teuerungsabgeltung bei Gehältern gefordert

Wien - Die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) ist zum Arbeitskampf bereit, wenn der Hauptverband der Forderung der Arbeitnehmer in der Sozialversicherung nach einer gerechten Teuerungsabgeltung für 2001 nicht nachkomme. Das ist das Ergebnis einer BetriebsrätInnenkonferenz am Donnerstag in Wien, an der 560 Betriebsräte teilgenommen haben. Insgesamt sind in der Sozialversicherung rund 28.000 Personen beschäftigt.

Am 17. oder 18. Jänner werden in allen Betrieben Betriebsversammlungen zur Berichterstattung über die Kollektivvertragsverhandlungen durchgeführt. Am 21. Jänner wird eine Sitzung des Bundesausschusses in Wien einberufen. Dabei sollen, wenn nötig, "weitere gewerkschaftliche Maßnahmen beraten und beschlossen werden". So die Resolution, die einstimmig angenommen wurde.

Die Resolution, die von der GPA und der Gewerkschaft Handel, Transport und Verkehr getragen wird, werde noch am Donnerstag dem Hauptverband überreicht, erklärte Erich Reichelt, Verantwortlicher in der GPA für den Wirtschaftsbereich Sozialversicherung. Und weiter: "Die Schmerzgrenze ist erreicht. Wir haben das Recht, dass wir die Abgeltung der Teuerung für das abgelaufene Jahr durchsetzen."

Für die GPA kann nur unter zwei Bedingungen ein Kollektivvertragsabschluss zu Stande kommen: Einmal dürfe es keine arbeits- und dienstrechtlichen Verschlechterungen geben. Und dann müsse der gehaltsrechtliche Abschluss für die Privatangestellten akzeptabel sein. Führen die kommenden Verhandlungen zwischen Hauptverband und GPA zu keinem Ergebnis, so würde es um den 25. Jänner herum in allen Regionen zu arbeitskämpferischen Maßnahmen kommen. (APA)

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