Virus greift .Net-Architektur an

10. Jänner 2002, 16:14
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Virenschreiber mit Weitblick

Noch bevor der Software-Konzern Microsoft seinen Internet-Dienst .NET gestartet hat, ist Sicherheitsexperten zufolge schon ein Virus für .NET-Programme aufgetaucht. Der tschechische Urheber habe seinen Virus mit dem Namen "Donut" selbst an Hersteller von Anti-Viren-Software geschickt, sagte Craig Schmugar von Network Associates in San Francisco in der Nacht zum Donnerstag.

Sicherheitslücken stopfen

Der Viren-Autor habe den Herstellern damit die Möglichkeit geben wollen, die Sicherheitslücke zusammen mit Microsoft zu stopfen. Microsoft will über den .NET-Service Software zum Herunterladen anbieten. Der Virus verbreite sich nicht selbst über E-Mails oder Internet-Browser, sondern nur dann, wenn eine infizierte Datei auf einer Festplatte gespeichert werde, sagte Schmugar. Eine weite Verbreitung sei deshalb unwahrscheinlich, hieß es bei Symantec, einem Hersteller von Anti-Viren-Programmen. Allerdings zeige "Donut", dass sich Viren-Schreiber schon intensiv mit .NET beschäftigen.

"Die Wahrscheinlichkeit ist groß"

Schmugar von Network Associates sagte weiter, der geplante Internet-Software-Dienst von Microsoft mache es Viren von Natur aus leicht, sich weiter zu verbreiten. "Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es einen Virus geben könnte, sobald .NET gestartet wird." Sicherheitsexperten von Microsoft waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Warnung

In jedem zehnten Fall einer Infektion erscheint folgende Warnung: „This cell has been infected by dotNET virus! .NET.dotNET by Benny/29 A“. Mehr Schaden wird nicht angerichtet, so Symantec.(red)

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