Gewista überschreitet 100 Millionen Euro Umsatz

10. Jänner 2002, 13:21
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Ergebnis plus 20 Prozent - Erfolgreichstes Jahr der Firmengeschichte

Wien - Für das Wiener Plakatierungsunternehmen Gewista war das abgelaufenen Jahr 2001 nach eigenen Angaben "das erfolgreichste in der 80-jährigen Firmengeschichte". Die Marktposition des Unternehmens sei durch Beteiligungen an der oberösterreichischen UPS, der Salzburger Objektwerbung und durch den Erwerb der Ispa-Werbung in Wien weiter ausgebaut worden.

Der Umsatz stieg von 94,5 Mill. Euro auf 109,0 Mill. Euro, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) erhöhte sich auch auf Grund von Rationalisierungsmaßnahmen um 20 Prozent. Der Marktanteil in Österreich betrug Ende 2001 rund 40 Prozent, berichtete Gewista-Chef Karl Javurek Mittwoch Abend bei einer Pressekonferenz.

Außenwerbe-Geschäft deutlich positiv

Sowohl am heimischen Markt, als auch in Zentral- und Osteuropa entwickelte sich das Außenwerbe-Geschäft deutlich positiv. In der Tschechischen Republik habe das Unternehmen die Marktführerschaft unter anderem durch eine Beteiligung an Rencar erreicht, genauso wie in der Slowakei durch den Erwerb der Ispa-Werbung.

Seit April 2001 gehört die Gewista zu 67 Prozent der JCDecaux Central Eastern Europe Holding. In dieser Holding hat die Decaux-Gruppe - nach eigenen Angaben Weltmarktführers in der Außenwerbung - hat mit 58,5 Prozent die Mehrheit, die B & C, eine Stiftungstochter der Bank Austria, ist zu 41,5 Prozent vertreten. Der französische Decaux-Konzern, der damit seinen Anteil von davor 10 Prozent an der Gewista deutlich aufgestockt hat, machte das österreichische Unternehmen zur Zentrale für Mittel- und Osteuropa.

Fortsetzung des Wachstums erwartet

"Dank diesem Schwerpunkt erwarte wir daher - trotz erschwerter internationaler Rahmenbedingungen und stagnierender, wenn nicht sogar fallender Werbemärkte - auch für das Jahr 2002 eine Fortsetzung des Wachstums", sagte Javurek zur APA. Im Osteuropageschäft geht der Gewista-Chef von einem zweistelligen Plus im heurigen Jahr aus.

Neben der Stärkung der Osteuropa-Tochter Europlakat will die Gewista in den nächsten Monaten den Bereich Stadtmöblierung forcieren und elektronische Werbemedien wie Infoscreens oder "Vienna City Terminals" - Litfaßsäulen mit eingebautem Internetzugang - weiter ausbauen. Die Zahl der digitalen Litfaßsäulen in Wien wird heuer von 25 auf 100 ausgedehnt. "Damit wird Wien die weltweit erste Stadt sein, in der solche elektronischen Informationsstellen flächendeckend angeboten werden", so Javurek.

Wiener "City Terminals" als Exportschlager

Die Wiener "City Terminals" sollen anschließend auch im Decaux-Konzern weltweit exportiert werden. Außerdem ist auch die Weiterentwicklung der Info-Stände zu Telekommunikationssäulen, u.a. mit integriertem Telefon geplant. "Eine Kooperation etwa mit der Telekom Austria wäre naheliegend", meint Javurek.

Auch die in Wien seit einiger Zeit im Einsatz befindlichen "Infoscreens" will die Gewista weiterentwickeln und ins Ausland bringen. Heuer sollen Infoscreens in Ungarn und Tschechien eingeführt werden. Um die Videotafeln im öffentlichen Verkehr auch mit Information zu füllen, setzt die Gewista auf eine 30-Prozent-Beteiligung am Wiener "Puls City TV", das sich um eine Lizenz für Privatfernsehen im Ballungsraum Wien bewirbt.

Für Wien sind heuer außerdem Straßenbahn- und Buswerbungen im Großformat geplant. Darüber hinaus investiert die Gewista derzeit auch in durch die Entwicklung von Lärmschutzwänden und in die Errichtung von WC-Anlagen in Kooperation mit den Wiener Bezirken.(APA)

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