Die Schweiz lädt sudanesische Kriegsparteien zu Verhandlungen ein

10. Jänner 2002, 13:12
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Gespräche sollen unter der Schirmherrschaft Berns und Washingtons geführt werden - Noch keine Antwort eingetroffen

Bern - Die Schweiz hat die Regierung des Sudans und Vertreter der sudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA) eingeladen, um über ein Waffenstillstands-Abkommen zu verhandeln.

Die Einladung wurde am Mittwoch übermittelt, wie die Sprecherin des Schweizer Außenministeriums, Muriel Berset-Kohen, der Nachrichtenagentur sda bestätigte. Bern habe von sudanesischer Seite bisher noch keine Antwort erhalten.

Ziel: Waffenstillstand

Das Verhandlungsziel sei einen zeitlich beschränkten aber jederzeit erneuerbaren Waffenstillstand im Zentrum des Landes zu erreichen, präzisierte Berset-Kohen.

Weitere inhaltliche Details zu den geplanten Verhandlungen konnte die Pressesprecherin nicht geben. Die Verhandlungen sollen unter der Schirmherrschaft der Schweiz und der USA geführt werden.

Seit Jahren hat die Schweiz Kontakt mit der sudanesischen Regierung in Khartoum. Im Februar 2000 traf Außenminister Joseph Deiss, im Rahmen eines Besuchen in Ägypten, auch seinen sudanesischen Amtskollegen Mustafa Osma Ismail. Im Zusammenhang mit den laufenden Friedensinitiativen hatte die Schweiz schon damals ihre Guten Dienste angeboten. (APA/sda)

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