Hilde Gerg gewinnt Abfahrt von Saalbach

14. Jänner 2002, 09:09
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Pernilla Wiberg auf dem überraschenden zweiten Platz - Obermoser beste Österreicherin

Saalbach – Österreichs Speed-Damen haben am Freitag in der ersten Saalbacher Weltcup-Abfahrt den erhofften Sieg nicht geschafft. Renate Götschl und Michaela Dorfmeister wurden nach groben Schnitzern Siebente bzw. Achte, Beste war mit nur 5/100 Sek. Rückstand auf einen Podestplatz Brigitte Obermoser als Fünfte. Siegerin wurde bei Kaiserwetter "Geheimtipp" Hilde Gerg, die Sensation des Tages war die 31-jährige Pernilla Wiberg, die als Zweite vor Isolde Kostner ein tolles Comeback schaffte.

Dorfmeister und Götschl mit Fehlern

"Eine Kurve zu direkt gefahren und dann im Sulz gestanden. So etwas darfst du dir in einer so engen Abfahrt nicht erlauben", analysierte Dorfmeister den Fehler, der sie um eine Spitzenplatzierung gebracht hatte. Das Resumee von Götschl, die am Vortag noch Trainingsbestzeit gefahren war, war praktisch wortgleich. "Also brauch' ich nicht viel zu sagen, den Fehler hat eh jeder gesehen", ärgerte sie sich. Schon Samstag bekommen beide Gelegenheit zur Revanche. "Ich nehm' das heute einfach als weiteres Training. Die optimale Fahrt, die kommt am Samstag", versprach Dorfmeister.

Zufriedene Obermoser

Zufrieden war nur Obermoser, der als einziger ÖSV-Läuferin eine praktisch fehlerfreie Leistung und damit das mit Abstand beste Saisonergebnis gelang. "Ich bin überglücklich. Mein Ziel war, mich über gute Platzierungen wieder heran zu tasten, das ist mir mit einer dynamischen Fahrt ohne Hektik gelungen", freute sich die Salzburgerin über ihren bisher größten Schritt zu Olympia. Der knappe Rückstand ärgerte sie ganz und gar nicht. "Gewinnen hätte ich noch nicht können. Mir ist es aber lieber so, als ich gewinne und bin beim nächsten Rennen wieder nirgends."

Weiterhin kein Sieg 2002

Damit sind Österreichs Skidamen vorläufig weiter ohne Sieg im Neuen Jahr. ÖSV-Alpinchef Hans Pum gab zu: "Das Ziel heute war ein Podestplatz, also kann ich nicht zufrieden sein." Wir haben aber gesehen, dass wir in den Speed-Disziplinen dabei sind. Bei einer so engen Abfahrt muss alles perfekt passen. Einige sind um eine Spur zu hart gefahren, das macht in einer Hundertstelschlacht enorm viel aus."

Fortsetzung am Samstag

Auch die Abfahrt am Samstag (11:00 Uhr) wird einen weiteren Hundertstel-Krimi bringen. Sie zählt als Kombination mit dem Slalom am Sonntag, deshalb ist auch Christine Sponring erstmals seit der WM wieder bei einer Weltcup-Abfahrt am Start. Die am Freitag hat die 18-Jährige ausgelassen. Kombinieren werden zudem Dorfmeister, Götschl, Obermoser, Steffi Schuster, Selina Heregger und Astrid Vierthaler.(APA)


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