Media-Analyse wird um "Welten" bereichert

21. März 2002, 14:03
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Konsumententypologie vom "zurückgezogenen Skeptiker" bis zum "mobilen Lustorientierten" - STANDARD-Leser aus raren "Lebenswelten"

Die Media-Analyse (MA) zur Reichweitenerhebung österreichischer Medien hat ihre Datenaufbereitung um eine Einteilung der Konsumenten nach so genannten "Lebenswelten" erweitert. Damit werden nicht nur soziodemographische Informationen wie etwa Alter, Bildungsgrad oder Einkommenssituation erfasst, sondern auch Werthaltungen, Interessen und persönliche Leitlinien.

Damit komme man den Anforderungen der Werbewirtschaft nach einer detaillierteren Typologisierung der Zielgruppen nach, so Franz Ivan, Präsident des Verbands Österreichischer Zeitungen und Präsident des Vereins Media-Analysen.

Insgesamt zwölf Konsumentengruppen wurden auf Basis des vorhandenen Materials - über 17.000 Interviews werden für die Media-Analyse geführt - herausgearbeitet. Darunter sind etwa die "gläubigen Traditionalisten", die "Technik-Avantgarde", die "zurückgezogenen Skeptiker" oder die "mobilen Lustorientierten".

STANDARD-Leser aus raren "Lebenswelten"

Nach der neuen Typologisierung besteht die STANDARD -Leserschaft zu einem Viertel aus "Kultur- und Bildungsorientierten", jeder fünfte Leser ist der "Technik-Avantgarde" zuzurechnen, rund elf Prozent gehören den "Wirtschafts-und Politikorientierten" an. So kommen rund 55 Prozent der STANDARD-Leser aus diesen drei "Lebenswelten", die in der Gesamtbevölkerung nur 22 Prozent ausmachen.(APA/jed, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 11.1.2002)

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