Arbeitslose: Armutskonferenz für neue Arbeitsmarktpolitik

10. Jänner 2002, 12:05
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Schenk: "Runder Tisch" mit Ministern, AMS und Ländern

Wien - Einen "Runden Tisch" zur Etablierung von Arbeitsmarktprojekten für Langzeitarbeitslose hat am Donnerstag die "Armutskonferenz" gefordert. Eine Neuorientierung der Arbeitsmarktspolitik sei notwendig, Wirtschafts- und Sozialminister, AMS und Länder sollten Beratungen aufnehmen.

Martin Schenk, Sprecher der österreichischen "Armutskonferenz" schlägt als ersten Schritt die Rücknahme der Kürzungen von Beratungs- und Beschäftigungsprojekten vor. Als zweiter Schritt seien die arbeitsmarktpolitischen Ziele für Armutsgefährdete in Richtung Nachhaltigkeit und Qualität neu zu definieren.

"Mit manchen AMS-Schnellsiedekursen hat man die Leute zwar aus der Statistik, nachher aber wieder dort, wo sie schon vorher waren. Drehtüreffekte sind nicht effizient und für die Betroffenen ziemlich frustrierend. Durch diese Kurse werden übrigens aus Langzeitarbeitslosen wieder 'normale' Arbeitslose. So wird die Statistik entlastet, nicht die Betroffenen", meint Schenk. (APA)

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