Deutscher Neonazi nach Prügelei zu Arbeit in Asylheim verurteilt

10. Jänner 2002, 12:02
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Richter: Soll durch Auseinandersetzung mit Ausländern Toleranz lernen

Sondershausen - In Ostdeutschland hat ein Richter einen jungen Neonazi zu 300 Stunden Arbeit in einem Asylbewerberheim verurteilt. Der 18-Jährige habe Jugendliche aus der linken Szene angepöbelt und einen von ihnen verprügelt.

Das Amtsgericht Sondershausen in Thüringen zitierte den Richter am Donnerstag mit den Worten, wer als Angehöriger der rechten Szene Fremde anpöbele, solle sich einmal intensiv mit Ausländern auseinander setzen. Dadurch könne der junge Mann Toleranz lernen.

Wegen des Angriffs wurde der Angeklagte zudem zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. In einem früheren Verfahren hatte der Richter einem Neonazi auferlegt, eine Hitlerbiografie zu lesen. (APA/dpa)

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