Bartgeier in den Hohen Tauern bekommen Nachwuchs

10. Jänner 2002, 10:59
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Erstmaliger Brutversuch beginnt hoffnungsvoll

Klagenfurt - Die zweite internationale und dritte österreichweite Bartgeierzählung im Rahmen des Bartgeierprojektes, das von WWF Österreich und dem Nationalpark Hohe Tauern durchgeführt wird, hat ein erfreuliches Ergebnis gezeigt: Zwar gibt es keine exakte Zahl über die in Österreich lebenden Bartgeier, aber dafür erstmals einen Brutversuch.

Liebesgeflüster in eisigen Höhen

Das im Mai vergangenen Jahres frei gelassene knapp einjährige Weibchen "El Dorado" - der 100. freigelassene Bartgeier des erfolgreichen Wiederansiedelungsprojektes - zieht nun gemeinsam mit dem dreijährigen "Jackpot III" seine Kreise. Beide Vögel stammen aus der Zuchtstation des Vereins für Eulen- und Greifvogelschutz und verdanken ihre außergewöhnlichen Namen den Österreichischen Lotterien, die das Projekt gemäß ihrem Motto "Das Glück ist ein Vogerl" schon seit Jahren unterstützen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das junge Geierpaar zukünftig brüten wird, ist damit gegeben.

Schon einmal Brut wegen Unerfahrenheit abgebrochen Bereits im Frühjahr schien sich in Sachen Nachkommenschaft eine Sensation anzubahnen: Erstmals begann ein Bartgeierpaar in den österreichischen Alpen zu brüten. Auf Grund der Unerfahrenheit der Elternvögel wurde dies jedoch abgebrochen. "Dieses Ergebnis ist nicht ungewöhnlich und hat nichts damit zu tun, dass es sich um ausgewilderte Tiere handelt", dazu WWF-Österreich-Geschäftsführer Günther Lutschinger. "Auch bei Tieren, die in freier Wildbahn aufgewachsen sind, funktionieren erste Bruten oft nicht." Sie diene sozusagen der "Übung". Der neue Brutversuch gibt berechtigte Hoffnung, dass 2002, dem "Jahr der Berge", der erste Junggeier in den österreichischen Alpen schlüpft. (APA)

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