Vermittelt Koch im CSU/CDU- Machtkampf?

10. Jänner 2002, 10:03
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Hessens Ministerpräsident soll Merkel zum Rückzug bewegen

München/Wiesbaden - Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) soll nach Zeitungsinformationen eine Vermittlerrolle beim Machtkampf um die Kanzlerkandidatur der deutschen CDU/CSU-Opposition spielen. Laut "Münchner Merkur" (Donnerstag-Ausgabe) führte Koch am Montag und Dienstag mehrere lange Telefongespräche mit CDU-Chefin Angela Merkel. Zuvor hätten sich Koch und CSU-Chef Edmund Stoiber über das Vorgehen abgestimmt.

Nach Angaben der Zeitung verlautete am Mittwoch aus CSU-Kreisen, man erwarte, dass Koch "zur Klärung der K-Frage" im Sinne von Stoiber beitrage. Koch habe Merkel gebeten, sich nach Abschluss der Magdeburger CDU-Vorstandsklausur noch am kommenden Sonntag mit Stoiber "ins Benehmen zu setzen". Die Zeitung zitiert ein ungenanntes CSU-Präsidiumsmitglied mit den Worten: "Wir hoffen, dass Koch Frau Merkel dazu bewegen kann, den Weg für Stoiber frei zu machen." (APA)

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