Chinesische Immigranten müssen Hongkong verlassen

10. Jänner 2002, 12:43
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Vorläufiges Ende eines langen Rechtsstreits

Hongkong - Von gut 5.000 Chinesen, die in Hongkong um eine Aufenthaltsberechtigung kämpfen, müssen alle bis auf 200 das wirtschaftlich florierende Sondergebiet wieder verlassen. Dies entschied der Oberste Gerichtshof in der ehemaligen britischen Kronkolonie am Donnerstag. Dem Beschluss war ein langer Rechtsstreit vorangegangen. Hongkong hatte auch nach seiner Übergabe an China im Juli 1997 ein recht liberales Einwanderungsgesetz beibehalten. Dieses wurde jedoch zwei Jahre später von der Regierung in Peking aufgehoben.

Das Gericht entschied nun, das jeder, der nach diesem Zeitpunkt eingereist ist, auf keinen Fall ein Bleiberecht erhält. Die Sonderzone ist wegen ihrer Wirtschaftslage ein attraktiver Anziehungspunkt für Immigranten aus dem übrigen China, die jedoch keinen freien Zugang zu dem Gebiet haben.(APA/AP)

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