KPMG-Umfrage: Autos aus Asien und Europa auf dem Vormarsch

9. Jänner 2002, 15:51
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Manager rechnen weiter mit Überkapazitäten

Berlin - Die asiatischen und europäischen Autobauer werden einer KPMG-Umfrage zufolge in den kommenden Jahren ihren Weltmarktanteil voraussichtlich deutlich ausbauen können. Den am Mittwoch veröffentlichten Umfrageergebnissen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zufolge sind 74 Prozent der mehr als 100 befragten Vorstände und Geschäftsführer der Branche der Ansicht, dass der Anteil asiatischer Automarken am Weltmarkt bis 2005 zunehmen wird. 51 Prozent rechneten auch für die europäischen Hersteller mit einer Anteilssteigerung.

Für die US-Marken zeigten sich dagegen nur 19 Prozent der Top-Manager von Autmobilherstellern und -zulieferern aus Europa und den USA optimistisch. Gefragt nach Überkapazitäten erklärten 83 Prozent der befragten Hersteller, dieses Problem dürfte in den kommenden fünf Jahren von gleich bleibender oder sogar steigender Bedeutung sein. Zudem rechneten 63 Prozent damit, dass den Kunden beim Autokauf künftig verstärkt Rabatte und andere Kaufanreize eingeräumt werden müssten.

Profitabilität ab nächstem Jahr

Mit einer deutlich steigenden Profitabilität in der weltweiten Autoindustrie rechnen die meisten Experten laut KPMG erst ab dem kommenden Jahr. "Während nur vier Prozent der Befragten als profitabelstes Jahr im Zeitraum von 2000 bis 2005 die Jahre 2001 oder 2002 nannten, ist immerhin jeder dritte (36 Prozent) der Meinung, das Jahr 2003 werde voraussichtlich das erfolgreichste sein."

Weitere 24 Prozent sähen allerdings erst im Jahr 2004 rosigere Zeiten für die Branche anbrechen. Die besten Absatzchancen sagten laut KMPG die Hälfte der Befragten so genannten Crossover-Modellen (eine Mischung aus Kombi, Großraumlimousine und Geländewagen) voraus. Dagegen glaube nicht einmal jeder fünfte (18 Prozent) noch an Möglichkeiten der Absatzsteigerung im Bereich Minivan. (APA)

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