6,6 Prozent Nächtigungszuwachs im November

9. Jänner 2002, 13:41
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Terror bedingt 31 Prozent weniger US-Amerikaner

Wien - Der österreichische Tourismus verzeichnete im November 2001 einen Nächtigungszuwachs um 6,6 Prozent auf rund 2,9 Mill. Übernachtungen bei um 6,5 Prozent auf 1,1 Millionen gestiegenen Ankünften. Das Nächtigungsplus fiel mit 5,4 Prozent bei Inländern gegenüber 7,7 Prozent bei Ausländern etwas geringer aus. Im Zeitraum Jänner bis November 2001 wurden mit 106,8 Millionen um 1,0 Prozent mehr Übernachtungen gezählt als im entsprechenden Zeitraum 2000. Die Zahl der Ankünfte stieg bis November um 1,7 Prozent auf 24,8 Millionen. Dies geht aus den heute, Mittwoch, veröffentlichten Tourismuszahlen der Statistik Austria hervor.

US-Touristen bleiben aus

US-Amerikaner blieben auch im Monat November nach den Terroranschlägen vom 11. September vermehrt fern. Die Zahl der Übernachtungen ging um 30,6 Prozent auf 46.200, jene der Ankünfte um 34,8 Prozent auf 18.000 zurück. In den ersten elf Monaten 2001 wurden mit 1,5 Millionen um 15,6 Prozent weniger Nächtigungen von US-Amerikanern gezählt. Die Nächtigungszunahme bis November 2001 muss vor allem auf die Präsenz von Deutschen (+0,6 Prozent), Holländern (+3,9 Prozent), Schweizern (+6,4 Prozent) und Italienern (+6,3 Prozent) zurückgeführt werden.

Verluste bei den Übernachtungen und Ankünften waren im November auch bei Franzosen (minus 1,2 Prozent bzw. minus 4,6 Prozent) und Niederländern (minus 3,4 Prozent bzw. minus 9,6 Prozent) festzustellen. Dagegen stiegen die Nächtigungen von deutschen Gästen gegenüber dem Vorjahr um 13,8 Prozent auf 831.000 (Ankünfte um 13,6 Prozent auf 290.900), jene von Touristen aus Großbritannien um 17,9 Prozent (Ankünfte um 7,6 Prozent), bei Italienern um 35,6 Prozent (Ankünfte um 38,8 Prozent) und bei Schweizern um 16,2 Prozent (Ankünfte um 12,2 Prozent).

Bei den Ankünften gab es im Monat November mit Ausnahme von Wien (minus 3,0 Prozent) in allen Bundesländern Zunahmen zwischen 3,1 Prozent und 17,0 Prozent. Bei den Übernachtungen lagen Niederösterreich (minus 1,4 Prozent) und Wien (minus 0,8 Prozent) im Minus, alle anderen Bundesländer zwischen 3,8 Prozent und 20,8 Prozent im Plus.

Salzburg mit höchstem Nächstigungsplus

Das höchste Nächtigungsplus im November wies das Bundesland Salzburg mit 20,8 Prozent (bei den Ankünften plus 17 Prozent) auf. Das sei auf das schlechte Ergebnis im November 2000 auf Grund der Bergbahnkatastrophe in Kaprun) zurückzuführen, so die Statistik Austria. Auf den Plätzen folgt Burgenland mit 13,2 Prozent mehr Nächtigungen (Ankünfte: plus 13,5 Prozent), Vorarlberg mit plus 10,2 Prozent (plus 8,8 Prozent), Tirol mit plus 9,5 Prozent (plus 10,2 Prozent) und Kärnten mit einem Plus von 8,9 Prozent (Ankünfte: plus 6,9 Prozent).

In Hotelbetrieben der 5-/4-Stern-Kategorie ergab sich ein Übernachtungsplus von 5,8 Prozent (Ankünfte: plus 3,6 Prozent), in der 3-Stern- und der 2-/1-Stern-Kategorie eine Zunahme der Nächtigungen um 4,9 Prozent bzw. 6,0 Prozent (Ankünfte: plus 7,0 Prozent bzw. plus 5,1 Prozent), in privaten Ferienwohnungen/-häusern sogar Übernachtungszuwächse von 13,8 Prozent (Ankünfte: plus 26,1 Prozent).

Im nächtigungsstärksten Bundesland Tirol (37,1 Mill. Nächtigungen) wurden von Jänner bis November um 1,0 Prozent mehr Nächtigungen und 0,7 Prozent mehr Gäste gezählt, aber auch Salzburg, Kärnten und die Steiermark verbuchten Zuwächse von +1,9 Prozent, +1,4 Prozent, und +2,7 Prozent bei Übernachtungen (Ankünfte +1,8 Prozent, +4,0 Prozent, +5,5 Prozent). In Hotelbetrieben der 5-/4-Stern-Kategorie erhöhte sich das Nächtigungsaufkommen um 2,9 Prozent, ebenso in privaten Ferienwohnungen/-häusern (+2,3 Prozent). (APA)

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