Österreicher glauben nicht an Entpolitisierung des ORF

9. Jänner 2002, 14:01
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Nachrichtensendungen sind nicht politisch unabhängig, so die Mehrheit

Die Österreicher sind skeptisch, was die beabsichtigte Entpolitisierung des ORF betrifft. Dies geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup für die Info-Illustrierte "News" hervor. Demnach glauben 63 Prozent der Österreicher, dass die Parteien nach den Reformen und dem Personalwechsel an der Spitze des ORF gleich viel Einfluss haben wie vorher.

Nachrichtensendungen sind nicht politisch unabhängig

21 Prozent meinen sogar, dass der Einfluss noch zugenommen hat. Für nur 10 Prozent ist das Projekt der Entpolitisierung gelungen. 58 Prozent der Österreicher bezweifeln, dass die Nachrichtensendungen des ORF politisch unabhängig sind. Grundsätzlich zeigen sich die Österreicher mit dem Angebot des ORF zufrieden. 58 Prozent beurteilen es positiv. 40 Prozent sind der Meinung, Verbesserungen seien nötig.

Die Wahl Lindners wird eher positiv beurteilt

Die Qualifikation der neuen ORF-Generaldirektorin Monika Lindner wird positiv beurteilt. 61 Prozent der Befragten glauben, dass sie den ORF gleich gut wie ORF-General Gerhard Weis führen kann. 16 Prozent sind sogar der Meinung, sie kann es besser. Nur 7 Prozent beurteilen sie schlechter als Weis.

Broukal vor Spera und Thurnher

"News" ließ darüber hinaus die Beliebtheit der bekanntesten ORF-Mitarbeiter abfragen. Dabei liegen drei Mitarbeiter der ORF-Information an der Spitze: 74 Prozent der Österreicher sind der Meinung, Josef Broukal sollte auch im neuen ORF eine wichtige Rolle spielen. Dahinter liegen Danielle Spera (72 Prozent) und Ingrid Thurnher (68 Prozent). (APA)

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Gallup
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