IBM lagert PC-Produktion aus

9. Jänner 2002, 12:53
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Sanmina baut NetVista-Desktop-PCs – Fünf-Milliarden-Dollar-Deal besiegelt

Der US-Computerkonzern IBM hat einen Teil seiner PC-Produktion ausgelagert. Desktop-PCs der NetVista
-Serie werden künftig vom Elektronik-Produzenten Sanmina-SCI gebaut.

Fünf-Milliarden-Dollar-Deal

Zu diesem Zweck wird Sanmina die IBM-Produktionsstandorte in den USA und Schottland inklusive 980 Mitarbeitern übernehmen. Der Deal, der auf drei Jahre geschlossen wurde, hat einen Wert von fünf Mrd. Dollar. IBM, das sich durch die Auslagerung in erster Linie Kosteneinsparungen erwartet, wird auch künftig Design, Vertrieb und die Vermarktung der NetVista-Linie innehaben.

Erster Schritt eines gezielten Rückzuges

Das Outsourcing wird von Branchenkennern als erster Schritt von Big Blue interpretiert, sich ganz aus dem PC-Geschäft zurückzuziehen. Dies wird von IBM allerdings heftig bestritten. "Wir werden uns sicher nicht zurückziehen. Der Deal stellt ein Bekenntnis zum Desktop-Geschäft dar", so IBM-PC-Chefin Fran O’Sullovan. Die NetVista-Linie wurde im April 2000 auf den Markt gebracht, um das PC-Geschäft von IBM wieder profitabel zu machen. Dieser Plan ging anfangs auf und es schien fast so, als würde die PC-Sparte tatsächlich 2001 wieder in die schwarzen Zahlen geraten – bis der PC-Markt im Laufe des Vorjahres komplett einbrach.

Orders on Demand

Die Auslagerung spiegelt auch den allgemeinen Trend großer Computerkonzerne wider, ihre Produktion ganz oder teilweise an Fremdfirmen wie Sanmina oder Quanta auszulagern. Neben Auslagerungen werden verstärkt Orders on Demand (Auftragsproduktionen ) als Mittel zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung eingesetzt. (pte)

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