Branche erwartet neuen Rekordwinter

9. Jänner 2002, 13:39
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2001 stiegen Tourismuseinnahmen um sieben Prozent

Wien - Nach dem vergangenen Rekordwinter 2000/01, wo 11,8 Mrd. Euro (162 Mrd. S) umgesetzt wurden, erwartet die österreichische Tourismusbranche für die laufende Wintersaison 2001/02 mit einem prognostizierten Umsatzplus von 5 Prozent nun neuerlich Spitzenwerte. Für den Sommer 2002 erwarten die Touristiker - nicht zuletzt auf Grund möglicher Auswirkungen der Konjunkturabschwächung - ein 1- bis 2-prozentiges Umsatzplus.

In der guten Wintersaison 2001/02 seien die für den heimischen Tourismus positiven Auswirkungen der Terroranschläge in den USA vom 11. September bereits erkennbar, da mehr Gäste in Österreich bleiben und nach Österreich kommen würden, bemerkte Oberascher. Jetzt müsse man alle Kraft bündeln, damit diese Gäste auch im Sommer in Österreich urlauben würden, zumal die Konjunkturflaute in der kommenden Sommersaison 2002 erstmals auch im Tourismus spürbar werden könne.

Mögliche negative Auswirkungen könnten u.a. mit zusätzlichen Werbemitteln ausgeglichen werden, wobei vor allem der deutsche Markt verstärkt beworben werden sollte, ist Oberascher überzeugt. Für diesen Zweck wollen sich die ÖW und Rossmann um ein Zusatzbudget für die ÖW von 100 Mill. S (7,27 Mill. Euro) für eine groß angelegte TV-Kampagne bemühen, das von Bund und Wirtschaftskammer aufgebracht werden könnte, stellte Rossmann in Aussicht.

Marktanteile verloren

Österreich habe in den vergangenen 10 Jahren in Europa laufend Marktanteile verloren, berichtete Oberascher: "Der Marktanteil Österreichs hat sich trotz steigender Umsätze und Ankünfte von 10 Prozent auf 5 Prozent halbiert, die Konkurrenzdestinationen sind hingegen stärker gewachsen". Österreich müsse jetzt die Gunst der Stunde nützen und versuchen, diese Marktanteile zumindest zu halten oder wieder weiter auszubauen. "Wir haben nach dem 11. September großen Handlungsbedarf", betonte Oberascher. (APA)

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