Eichel: Euro als Reserve-Währung sehr gefragt

9. Jänner 2002, 12:46
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Asiatische Länder nicht mehr einseitig am Dollar orientiert

Teheran - Der deutsche Finanzminister Hans Eichel sieht für den Euro als Reservewährung nach eigenen Angaben weltweit ein großes Potenzial. Eichel erklärte während seiner Asienreise nach Gesprächen in China und Hongkong: "Die wollen natürlich alle den Euro als Reservewährung neben dem Dollar". Das gelte nicht nur für China und Hongkong, sondern auch für viele andere Länder. In seinen Gesprächen mit China habe er den Eindruck gewonnen, dass diese Länder sich nicht einseitig am Dollar orientieren wollten. "Die wollen keine unipolare Welt", sagte der Minister.

Zugleich zog er ein positives Fazit seiner China-Reise. Die Beziehungen zwischen den Regierungen seien sehr gut, die wirtschaftlichen Beziehungen entwickelten sich hervorragend. Bei seinen Gesprächen, unter anderem mit seinem chinesischen Amtskollegen Huai Cheng habe er sich auch für konkrete deutsche Unternehmensinteressen eingesetzt. So strebe der Versicherungskonzern Allianz in China eine Lizenz für das Kapitalanlagegeschäft an, Siemens sei am Weiterbau der U-Bahn in Schanghai interessiert, sagte Eichel. ((APA/Reuters)

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