"Tiger" weg, "Wolf" bleibt, ...

9. Jänner 2002, 13:14
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... und der Streit um die Gitarren von "Grateful Dead" Jerry Garcia ist beigelegt

San Francisco - Ein jahrelanger Streit um das Erbe des verstorbenen Mitglieds der US-Rockgruppe "Grateful Dead", Jerry Garcia, ist nach Angaben von Anwälten jetzt so gut wie beigelegt. Der Gitarrenbauer, Doug Irwin, und die restlichen Mitglieder der Gruppe hätten sich darauf verständigt, die vier von Garcia 1995 hinterlassenen Gitarren unter sich aufzuteilen.

Der Künstler Irwin, dem in Garcias Testament die vier reich mit Intarsien versehenen Gitarren vermacht worden waren, bekomme die Gitarren "Wolf" und "Tiger", die beiden anderen gingen in die Obhut der Band-Mitglieder, sagte Anwalt Douglas Long am Dienstag in San Francisco. Die Einigung sei faktisch unterzeichnet, aber vom Gericht noch nicht anerkannt. Er sehe da aber kein Problem.

Irwin, der die Gitarren für Garcia zwischen 1981 und 1989 gebaut hatte, will "Wolf" behalten, "Tiger" aber zur Auktion bringen. Die verbliebenen "Grateful Dead"-Mitglieder hatten zuvor erklärt, die Gitarren hätten der Band und nicht Garcia gehört. Sie wollten in San Francisco ein Museum der mittlerweile zur Legende gehörenden Band aufmachen, und dabei würden die Gitarren als Blickfang für die Besucher gebraucht.

Erst durch die Auktion könnte der Wert einer der Gitarren klar werden. Hinterlassene Gitarren von historischen Rock- und Pop-Größen wie Jimi Hendrix und John Lennon erzielten bei Versteigerungen Preise zwischen 200.000 und 300.000 Dollar, während die 1999 versteigerte Gitarre, auf der Eric Clapton sein "Layla" spielte, eine Rekordsumme von 450.000 Dollar erzielte. (APA/Reuters)

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