Der lange Atem der Intensität

8. Jänner 2002, 21:27
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Saxophonist Harry Sokal, bald im Porgy&Bess

Wien - Obsessives Befassen und Identifizieren mit dem Instrument - im Jazz eine beliebte und unerlässliche Disziplin. Es geht schließlich in diesem Genre um das Finden einer eigenen "Stimme" und um das Ausarbeiten jener harmonischen, melodischen und rhythmischen Fähigkeiten, die man dann im richtigen und wichtigen Augenblick (im Jazz doch meistens das Solo) einsetzt, um auf originelle Art und Weise Dampf zu machen.

Harry Sokal macht Bühnendampf, wo immer man ihn antrifft. Der Saxophonist ist der Inbegriff des smart-exaltierten Improvisators, der über einen längeren Zeitraum originell Spannung zu halten versteht. Nicht nur hierzulande ist dies eine seltene Gabe, die Sokal auch beim Vienna Art Orchestra einzusetzen pflegte. Bei diesem Konzert stehen ihm Peter O'Mara (git), Georg Breinschmid (b) und Mario Gonzi (dr) "bei".
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 9. 1. 2002)

Von
Ljubisa Tosic

Porgy & Bess, 1.,
Riemergasse 11,
512 88 11.
15. 1., 21.00
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