Philippinen: Elf Tote bei Gefechten zwischen Armee und Moslemrebellen

8. Jänner 2002, 15:54
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Zu Jahresbeginn entführte Geschäftsfrau freigelassen

Manila - Elf Moslemrebellen sind am Dienstag auf der südphilippinischen Insel Jolo bei Gefechten mit Regierungssoldaten getötet worden. Nach Armeeangaben gab es zudem 15 Verwundete, darunter vier Soldaten. Bei den Getöteten habe es sich um Abu-Sayyaf-Rebellen sowie mit ihnen verbündete Anhänger des Moslemführers Nur Misuari gehandelt.

Der Anführer der Moro-Nationalen Befreiungsfront (MNLF) war erst am Montag von Malaysia an die Philippinen überstellt worden. Misuari soll im November auf Jolo Angriffe auf Regierungstruppen angeordnet zu haben, bei denen mindestens 55 Menschen starben. Kurz danach war er in Malaysia verhaftet worden, wohin er illegal eingereist war.

Unterdessen ist eine zu Jahresbeginn von Moslem-Rebellen entführte Geschäftsfrau und zwei ihrer Mitarbeiter sind von Sicherheitskräften befreit worden. Bei der Aktion im Süden des Inselstaats wurden nach Polizeiangaben drei der Kidnapper des "Pentagon"-Syndikats gefasst, die umgerechnet fast 100.000 US-Dollar Lösegeld gefordert hatten.

Die Gruppe hat seit Oktober auch einen 44-jährigen italienischen Priester in ihrer Gewalt. Regierungstruppen versuchen zudem weiterhin, ein amerikanisches Missionarspaar und eine philippinische Krankenschwester zu befreien, die seit Monaten von Abu-Sayyaf-Rebellen gefangen gehalten werden. (APA/dpa)

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