Italiens Telekom-Gruppe Wind verzichtet auf Börsengang

8. Jänner 2002, 14:58
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Erstnotierung ursprünglich im ersten Quartal 2002 geplant

Die italienische Telekommunikationsgruppe Wind verzichtet auf den Börsengang, der ursprünglich im ersten Quartal 2002 geplant war. Dies bekundete am Dienstag Franco Tato, Geschäftsführer des italienischen Stromkonzerns Enel, Hauptaktionär von Wind. "Die Bedingungen für den Börsengang sind leider nicht vorhanden. Wir müssen noch warten", sagte Tato bei einer Pressekonferenz nach der Unterzeichnung des Abkommens, mit dem Enel den spanischen Stromversorger Viesgo übernommen hat.

Tato unterstrich, dass er weiterhin entschlossen sei, Wind an die Börse zu bringen. "Wir haben uns dazu auch mit den Banken verpflichtet, die unsere Entwicklung im Telekommunikationsbereich finanzieren", so Tato. Wind plant, 25 Prozent seines Aktienpakets zu notieren und somit die im Juli 2000 abgeschlossene Fusion mit dem Festnetzbetreiber Infostrada zu besiegeln.

Die Finanzspritze, die Wind von der Notierung erhalten wird, soll in die Entwicklung des Unternehmens investiert werden, das im Oktober 2000 eine der fünf UMTS-Lizenzen erworben hat. Bis 2005 plant Wind Investitionen in Höhe von sechs Mrd. Euro (82,6 Mrd. S) für die Entwicklung des UMTS-Netzes und des Breitbandsystems. Nach der Akquisition von Infostrada im vergangenen Jahr ist Enel zu 73,3 Prozent an Wind beteiligt. Den Rest hält France Telecom, die eine Option auf Erhöhung ihrer Beteiligung auf 32,5 Prozent hat.(APA)

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