Wirtschaftsstimmung in Eurozone im Dezember leicht gestiegen

8. Jänner 2002, 13:28
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Volkswirte hatten rückläufigen Indexstand vorhergesagt

Brüssel - Der Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung ist im Dezember im Vergleich zum Vormonat in der Eurozone um 0,2 Punkte und in der gesamten EU um 0,1 Punkte auf jeweils 98,8 gestiegen (1995=100). Dies geht aus einer Schätzung der Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen der Europäischen Kommission vom Dienstag hervor.

Volkswirte hatten für Dezember einen schlechteren Wert von 98,5 für die Eurozone vorhergesagt. Im November war der Wert in der Eurozone als auch in der gesamten Union im Vergleich zu Oktober um 0,5 bzw. 0,6 Punkte auf 98,6 bzw. 98,7 gefallen. (Eurozone Oktober: 99,1/September: 100,1).

Einschätzung von Industrie und Bauwirtschaft

Der Sammelindex zur Wirtschaftsstimmung umfasst die Einschätzung von Industrie und Bauwirtschaft sowie das Verbrauchervertrauen und die Entwicklung der Aktienbörsen in der EU.

Nach Angaben der Kommission haben im Dezember neun EU-Staaten einen Aufwärtstrend verzeichnet, am stärksten Belgien, Spanien und Irland. Einen Abwärtstrend gab es außer in Deutschland nur noch in Finnland und vor allem in Großbritannien.

Zuversicht hat sich verbessert

Die Zuversicht hat sich in der Industrie im Dezember in der Eurozone um einen Punkt auf minus 17 verbessert, während sie sich in der Gesamt-EU um einen Punkt auf minus 20 verschlechterte (November: minus 18 bzw. minus 19, Oktober: minus 16 bzw. minus 17).

In der Bauwirtschaft stieg das Vertrauen in der Eurozone im Dezember auf minus 9 von minus 10 Punkten im November; in der EU-15 blieb es konstant bei minus 9 Punkten.

Das Vertrauen der Verbraucher ist im Dezember in der Eurozone um 2 Punkte auf minus 10 gestiegen. (November: minus 12/Oktober: minus 10). In der gesamten EU stieg die Stimmung der Verbraucher im Vergleich zum Vormonat um 3 Punkte auf minus 9. (November: minus 12/Oktober: minus 10).(APA/vwd)

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