UTA macht Jagd auf die Kleinen und deren Nachholbedarf bei IT

8. Jänner 2002, 18:35
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Heuer trotz Flaute mehr Umsatz und Ergebnis angepeilt

Wien - UTA, der Telekomableger von Swisscom, Raiffeisen und den Landesenergieversorgern, setzt heuer voll auf die "letzte Meile". Über die so genannte Entbündelung will UTA den direkten Draht zum Telefonkunden bekommen und so wechselwillige Kunden enger an sich binden, als dies über Mietleitungen möglich ist. "Bis Ende 2002 soll die Zahl der entbündelten Wählämter von derzeit 70 auf 125 steigen. Bis dahin können wir 50 Prozent der Geschäftskunden in Österreich und 90 Prozent in Wien entbündeln", plante UTA-Technikvorstand Romed Karre am Dienstag.

Umsatzsteigerung

Trotz schwierigen Marktumfelds durch die Konjunkturflaute, wachsenden Preisdrucks und verschärften Wettbewerbs will die UTA den Umsatz heuer um 20 Prozent steigern und erstmals ein positives Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (Ebitda) erzielen, skizzierte UTA-Finanzvorstand Johannes Schwertner die guten Vorsätze.

2001 sei der Umsatz um 40 Prozent auf "mehr als drei Milliarden Schilling" gestiegen, der Ebitda-Verlust habe sich halbiert. Das Kostensenkungsprogramm sei abgeschlossen, die Zahl der Beschäftigten reduzierte sich, wie berichtet, von 860 auf 650.

E-Business

Punkten will UTA vor allem bei Klein- und Mittelbetrieben (KMU), und da vor allem mit einer E-Business aus dem Hause Netway. Derzeit erwirtschafte die Internettochter, die als eigenständige Marke erhalten bleibt, rund fünf Prozent des UTA-Umsatzes.

Da viele Unternehmen ihre IT-Investitionen aufgrund der Konjunkturflaute aufgeschoben hätten, hofft Karre, dass diese heuer nachgeholt werden. Vor allem das Bedürfnis nach Sicherheit - Stichwort Firewalls - mache sich bemerkbar. Insgesamt habe sich das E-Business "nicht so schnell wie prognostiziert entwickelt". (APA, red, DER STANDARD, Printausgabe 9.1.2001)

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