Protest gegen neue Jagdquote für Kängurus

8. Jänner 2002, 19:19
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Verheerende Buschbrände in Australien

Sydney/Canberra - Regenfälle haben die Buschbrände um Sydney zwar etwas eingedämmt, die Bewohner der vorsorglich evakuierten Regionen kehren wieder zurück. Aber Wildtiere - vornehmlich Beutelratten und Kängurus - fliehen noch immer vor den Flammen und geraten dabei oft unter die Räder von Autos.

Den Kängurus in ganz Australien droht überdies vermehrt der Tod durch Jäger: Die Regierung wolle in diesem Jahr die Jagdquote um 1,5 Millionen auf 6,9 Millionen Tiere erhöhen, teilte Umweltminister David Kemp in Canberra mit. Er begründete dies mit der deutlich höheren Vermehrungsrate.

Tierschützer reagierten em-pört auf die Ankündigung. Es gebe heute gute Methoden, die Felder der Landwirte vor den Kängurus zu schützen, teilte die Wildlife-Schutzorganisation Australiens mit.

Kängurufelle werden für Sportprodukte wie Fußbälle benutzt. Das Fleisch wird an Feinschmeckerlokale im Ausland verkauft. (Reuters)

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