Kleine "Influenza B"-Welle in Österreich

8. Jänner 2002, 12:43
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Rund 13.500 Neuerkrankungen

Wien - Die Influenza ist in Österreich, allerdings vorerst "nur" die weniger gefährliche Influenza B. Die Zahl der Erkrankungen ist noch deutlich beschränkt. Deshalb ist auch jetzt noch Zeit, sich per Impfung vor Influenza A und B zu schützen. "Vergangene Woche gab es in Wien rund 13.500 Neuerkrankungen an Influenza und grippalen Infekten", erklärte Dr. Gabriele Schabl von der Wiener MA 15 am Dienstag gegenüber der APA. Wegen der Weihnachtsferien hätten die Berechnungen aber einen relativ großen Unsicherheitsfaktor.

Die Expertin weiter: "Wir haben eine kleine Influenza B-Welle, die uns nicht besonders schreckt. Die Influenza B ist nicht so ein virulenter Erreger wie jener der Influenza A. Es treten auch keine so schweren Komplikationen wie bei der Influenza A auf."

Vor Weihnachten waren ihn Wien zum Beispiel in einer Woche rund 11.300 Neuerkrankungen errechnet worden. 12.000 Fälle binnen sieben Tagen bezeichnen die Experten als Schwelle zu einer Influenza-Erkrankungswelle. Am Institut für Virologie der Universität Wien wurde die Influenza B auch bereits in mehreren eingesendeten Proben von Patienten nachgewiesen.

International wurden bisher lokale Ausbrüche der Influenza in Spanien (Barcelona, Madrid), in Frankreich und in einigen Nachfolgestaaten der ehemaligen UdSSR registriert. Sporadisch wurde die Influenza auch bereits in England, den Niederlanden, der Schweiz und Rumänien nachgewiesen. In den USA grassiert in einigen Regionen eine Influenza A. (APA)

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