Erfolg bei Parkinson-Behandlung mit Stammzellen

8. Jänner 2002, 19:33
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In etwa fünf Jahren könnten erste Tests an Menschen vorgenommen werden

Washington - Amerikanische Wissenschafter haben bei der Behandlung der Parkinson-Krankheit erfolgreich embryonale Stammzellen in Tierversuchen eingesetzt. Dabei gelang es den Forschern zu zeigen, dass die Stammzellen, die in Rattenhirne injiziert wurden, in Neuronen verwandelt werden können, die den wichtigen Überträgerstoff Dopamin herstellen und damit die Symptome von Parkinson lindern.

Die Studie von Forschern der Harvard Medical School und des McLeam Hospital wurde am Dienstag vom Fachorgan "Proceedings of the National Academy of Sciences" veröffentlicht. Projektleiter Ole Isacson erklärte, in etwa fünf Jahren könnten erste Tests mit dieser Technik an Menschen vorgenommen werden, falls sich weitere Experimente als erfolgreich erwiesen. Die Hirne der Versuchstiere waren mit Chemikalien behandelt worden, die Neuronen abtöteten.

Experten erklärten, die Studie zeige, dass embryonale Stammzellen zur Behandlung von Hirnfehlfunktionen eingesetzt werden könnten. Allerdings könnten diese Zellen auch Tumore verursachen. (APA/AP)

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