Sudan: Sieben Tote und 80 Verletzte nach Häftlingsmeuterei

7. Jänner 2002, 22:46
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Gefangene fordern Hafterleichterungen und geringere Strafen

Khartum - Bei einer Häftlingsmeuterei im größten Gefängnis Sudans sind mindestens zwei Polizisten und fünf Insassen getötet worden, wie die Behörden am Montag mitteilten. 80 weitere Personen, die meisten von ihnen Polizisten, wurden den Angaben zufolge verletzt.

Die Unruhen im Coper-Hochsicherheitsgefängnis begannen laut Innenministerium am Samstag mit einem Hungerstreik. Ein harter Kern von 60 Häftlingen habe sich gegen die Wachbeamten gewendet und die Verteilung der Essensportionen verhindert. Diese Häftlinge hätten dann Brände gelegt. Den Behörden zufolge wurden schließlich Sondereinsatzkräfte der Polizei herbeigerufen, die mit Knüppeln und Tränengas gegen die meuternden Gefangenen vorgingen. Wie die Häftlinge an Waffen gelangt waren, blieb zunächst unklar. Die Gefangenen forderten laut Ministerium unter anderem Hafterleichterungen und die Reduzierung von Strafmaßen. (APA/AP)

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