Georg Karl Pfahler gestorben

7. Jänner 2002, 21:45
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Der 75jährige Maler war der bedeutendste Vertreter der "Signalkunst"

Weißenburg/Stuttgart - Der Maler Georg Karl Pfahler, ein bedeutender Vertreter der Geometrischen Abstraktion und der so genannten "Signalkunst", ist tot. Der 75-Jährige starb vergangenen Samstag nach schwerer Krankheit, wie seine Frau bestätigte.

Farbe als Motiv

1965 machte Pfahler Furore auf der "Signale"-Ausstellung in Basel, bei der er seine "Formative" ausstellte - so nannte er seine Arbeiten der frühen sechziger Jahre. Mit formativ meinte er einen "Schwebezustand, ein Hintasten zu Farbe und Form, zu Farbform". Die Farbe verstand er nicht als Kolorit, sondern als Motiv selbst, das Räumlichkeit entwickelt. "Farbe schafft Raum, Farbe ist Form und Raum", sagte er.

Begegnung mit Baumeister war prägend

Pfahler wurde am 8. Oktober 1926 in Emetzheim geboren. Prägend war für ihn die Begegnung mit dem Spätwerk von Willi Baumeister. In den sechziger und siebziger Jahren hatte er seine große Zeit. Er war 1970 bei der Biennale in Venedig vertreten und wurde im In- und Ausland gezeigt. (APA/dpa)

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