Ringier kauft "Weltwoche"

7. Jänner 2002, 19:10
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Relaunch des Qualitätstitels verschoben

Zürich - Der Schweizer Ringier-Verlag (Blick, SonntagsBlick, Cash) wird von der Basler Mediengruppe die Jean Frey AG übernehmen. Zur Titelpalette von Jean Frey gehören unter anderem Weltwoche, Bilanz, Beobachter sowie die TV-Zeitschrift TR7. Unterzeichnet ist bisher ein Vorvertrag, Verkaufspreis wurde keiner genannt.

Das Aushängeschild des frisch erworbenen Zürcher Verlagshauses, die Weltwoche, ist allerdings seit langem chronisch defizitär. Für Ende Jänner war daher die Umwandlung des Traditionsblattes (Auflage: rund 92.000 Exemplare) in ein Magazin vorgesehen - der Relaunch wird sich nun um einige Monate verzögern.

Der Verkauf verstärkt die Konzentration auf dem Schweizer Zeitungsmarkt. Die Basler Mediengruppe zieht sich auf ihr Regionalgeschäft zurück. Der Boulevardspezialist Ringier holt sich mit Weltwoche und Bilanz zwei Qualitätstitel ins Haus und vergrößert seine führende Stellung am Schweizer Medienmarkt. 2000 verzeichnete das Familienunternehmen einen Jahresumsatz von 1,02 Milliarden Franken (rund 689 Mio. EURO oder 9,5 Mrd. Schilling). (jed/DER STANDARD, Print-Ausgabe vom 8. Jänner 2002)

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