Cannabis-Genuss in der Schwangerschaft kann Wachstum des Fötus hemmen

7. Jänner 2002, 19:04
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Studie: 1 Joint = 15 herkömmliche Zigaretten - Missbildungen jedoch keine festgestellt

London - Britische und neuseeländische Wissenschaftler warnen Schwangere vor dem Genuss von Cannabis während der Schwangerschaft. Regelmäßige Joints bewirken eine Abnahme der Körpergröße von Neugeborenen. Der Effekt eines einzigen Joints pro Woche entspricht, so die Forscher, den von 15 herkömmlichen Zigaretten, berichtet das britische Journal of Obstetics and Gynecology.

Es gebe, so das Forscherteam keine Hinweise darauf, dass Babys nach dem Konsum von Cannabis miss- oder fehlgebildet sind. Frauen, die auch noch knapp vor der Geburt Cannabis konsumierten, bringen demnach Kinder zur Welt, die 216 Gramm leichter sind, als normale Babys. Die Neugeborenen waren außerdem kleiner und hatten kleinere Köpfe. Im Durchschnitt wogen Kinder, deren Mütter Cannabis konsumierten etwa 90 Gramm weniger. Für den Versuch wurden über 12.000 Frauen und deren Babys untersucht.

Universal-Gebot

"Wir wollen zeigen, dass Frauen alle chemischen Substanzen während der Schwangerschaft vermeiden sollten", erklärte einer der Forscher. Das Untersuchungsergebnis lasse eindeutige Schlüsse auf ein reduziertes Fötalwachstum zu. Die Gründe warum Cannabis das Wachstum verlangsame, sind allerdings unklar. Die Forscher vermuten, dass der Konsum der Droge mit Zigarettentabak zu einem Cocktail von giftigen Substanzen führt, der dann das Wachstum des Fötus verlangsamt.

Rund fünf Prozent der befragten Frauen gaben zu, vor der Schwangerschaft Cannabis konsumiert zu haben. Eine etwas kleinere Zahl verzichtet auch während der Schwangerschaft nicht darauf. (pte)

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