Technologiekompetenz in Grün-Weiß

7. Jänner 2002, 19:28
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Steirische Projektwerber dominieren die dritte K-plus-Ausschreibungsrunde

Wien - Bei der am Dienstag in die Entscheidung gehenden dritten Ausschreibungsrunde für neue Kompetenzzentren aus dem Förderprogramm K plus dominiert die Farbe Grün-Weiß. Von den acht Projektanträgen, die es von den ursprünglich 16 Bewerbern bis ins Finale geschafft haben, stammen fünf aus der Steiermark. Und sie zählen auch zu den Favoriten in der Endausscheidung, die ein siebenköpfiges Expertengremium zu treffen hat.

Die acht Anträge repräsentieren ein Forschungsvolumen von 145 Mio. EURO (knapp zwei Mrd. S) über vier Jahre. Nach den Richtlinien des vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) initiierten und von der Technologie Impulse Gesellschaft (TIG) abgewickelten K-plus-Programms werden 60 Prozent dieser Kosten subventioniert. 35 Prozent kommen dabei über die TIG vom Bund, den Rest der Fördersumme bringen die Bundesländer auf.

Würden alle Anträge mit vollem Volumen realisiert, käme auf die TIG ein Finanzbedarf von 50,8 Mio. EURO zu. Tatsächlich verfügt sie seit der Dotationzusage des Forschungsrats aus dem Vorjahr über 29 Mio. EURO zur Förderung weiterer K-plus-Zentren. Nach Einschätzung der TIG sollten damit fünf bis sechs Zentren realisierbar sein.

Verschränkung

Ziel des K-plus-Programms ist es, Forschungskompetenz der Universitäten und der Industrie in spezifischen, österreischischen Stärkefeldern zu verschränken und damit zu potenzieren. Getragen werden die Kompetenzzentren daher von Universitätsinstituten oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Kooperation mit Unternehmenspartnern. Letztere müssen 40 Prozent der Projektkosten tragen. Derzeit gibt es zwölf Zentren in Österreich.

Die Themen der jetzt anstehenden acht Projektanträge reichen von "Virtuelles Design im Automobilsektor" (Graz) und "Medikation bei altersspezifischen Krankheiten" (Graz) über "Kunstofftechnik und Polymerwissenschaften" (Leoben) und "Angewandte Biokatalyse" (Graz) bis zu Bioenergie (Graz), Tribologie (ein mit Reibungseigenschaften befasster Zweig der Materialwissenschaft, Niederösterreich), Alpine Gefahrensicherheit (Innsbruck) sowie Telemedizin (Salzburg). An den Anträgen sind insgesamt 168 Unternehmen beteiligt. (Johannes Steiner, DER STANDARD, Printausgabe 8.1.2002)

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