Feuer am Dach

7. Jänner 2002, 19:14
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Übertrieben rasche Expansion brachte Feuerfest-Konzern in Bedrängnis

Wien - Schulden von rund 900 Mio. Euro (zwölf Mrd. S) und Managementfehler in den USA haben den Feuerfestkonzern RHI an den Rand des Abgrunds gebracht. Mit ein Grund für den Niedergang des nie sonderlich ertragsstarken Konzerns war nach Ansicht von Analysten eine übertrieben rasche Expansion.

Der inzwischen durch Helmut Draxler abgelöste Vorstandschef Georg Obermeier hatte sie im Frühjahr 1999 verkündet; sein Credo: Wachstum, Wachstum und nochmals Wachstum. Im Herbst 1999 kaufte RHI für umgerechnet 508,7 Mio. Euro (sieben Mrd. S) Harbison Walker, die Feuerfestsparte des US-Konzerns Global Industrial Technologies (GIT). 145 Mio. Euro des Kaufpreises wurden über eine Kapitalerhöhung finanziert, den Rest stellte ein Bankenkonsortium zur Verfügung. Zu allem Überdruss brach dann der Stahlmarkt ein. (red, DER STANDARD, Printausgabe 8.1.2002)

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