Stadt Paris klagt gegen Riesenradbetreiber

7. Jänner 2002, 18:42
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Die Jahr-2000-Attraktion soll weg

Paris - Die Pariser Verwaltung will den Weiterbetrieb des seit langem umstrittenen Riesenrads im Zentrum der Stadt nun gerichtlich verbieten lassen. Die Stadt reichte am Montag gegen den Betreiber eine Klage wegen "unbefugter Nutzung des öffentlichen Raumes" ein. Sie will erreichen, dass das 60-Meter-Rad so schnell wie möglich vom Concorde-Platz am Westausgang der berühmten Tuilerien-Gärten verschwindet. Die Entscheidung wird in vier bis sechs Wochen erwartet.

Das bei vielen Touristen beliebte Riesenrad war von dem Geschäftsmann Marcel Campion für die Jahr-2000-Feiern aufgestellt worden und in Paris von Anfang an heftig umstritten. Die Stadtverwaltung hatte die ursprünglich auf ein Jahr befristete Genehmigung bereits um ein Jahr verlängert; am Sonntag lief jedoch auch diese Frist ab. Campion will aber eine nochmalige Verlängerung erreichen und weigert sich, den Betrieb einzustellen. Das Riesenrad steht auf dem als Kulturerbe eingetragenen Concorde-Platz und verstellt den Blick über die historische Achse vom Louvre-Museum zum Triumphbogen. (APA)

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