Dauerhafter Stress macht dick

7. Jänner 2002, 18:22
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Laut Studie kommt es zu erhöhtem Diabetesrisiko und Herzproblemen

Stockholm - Langzeitstress kann einer am Montag veröffentlichen Studie zufolge dick machen. Nervenstörungen oder Stress können zu Fettablagerungen am Unterleib, zu erhöhtem Diabetesrisiko und Herzproblemen führen, ergab eine Studie des schwedischen Universitätskrankenhauses Göteborg. Für die Studie waren 50 übergewichtige Schweden mittleren Alters untersucht worden. Schätzungen zufolge leidet ein Fünftel der Bevölkerung in Industrieländern an Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Der Leiter der Studie, Thomas Ljung, sagte, das Stresssystem des Steinzeitmenschen sei für kurze Stressphasen während Kampf oder Flucht ausgelegt. In der zivilisierten Welt habe sich Stress jedoch gewandelt. Man könne den Chef nicht verprügeln oder vor einer Bank-Hypothek davonlaufen. Nach Erkenntnissen der Studie stimuliert ein stressbedingter Hormonüberschuss ein Fett speicherndes Enzym, das sich beim modernen Mann besonders am Bauch ablagert. Nach einer langen Stressphase geht der Hormonüberschuss zurück, das Fett bleibt jedoch. Ljung zufolge sei ein kurzer Adrenalinstoß oder positiver Stress gut für den Körper, doch negativer Langzeitstress könne zu ernsten Gesundheitsproblemen führen. (APA/Reuters)

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